Montag, 31. August 2009
Was ich diesen Monat aus Comics gelernt habe
(August 2009)

Ja ja ja, ich mach bald auch mal wieder was Längeres.

Bis dahin: drei weitere Einträge in der beliebten Rubrik!
  1. Wechselt man das Wasser eines Kinderplanschbeckens längere Zeit nicht aus, so bildet sich darin ein kleines Biotop, in dem sich sowohl Schimmelpilze als auch größere Lebewesen wie der Ruderfußkrebs wohlfühlen.
  2. Pedrosa: auto-bio, Reprodukt 2009

  3. Gegen Wilden Wein auf Mauerwerk hilft Dieselbenzin.
  4. a. a. O.

  5. Die Laute eines Fuchses nennt man "Keckern".
    a. a. O.

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Montag, 3. August 2009
Was ich diesen Monat aus Comics gelernt habe
(Juli 2009)
  1. Zwei der populärsten französischen Kindersendungen um 1970 waren "Les Aventures de Saturnin" über ein vernunftbegabtes Entenküken und andere sprechende Tiere...





    ...und "Pépin la bulle" über einen Knaben, der sein belebtes Spielzeug in Zauberseifenblasen auf Reisen schickte.
  2. Regnaud/Bravo: meine mutter ist in amerika und hat buffalo bill getroffen, Carlsen 2009

  3. Noch in den 70er-Jahren nannten viele Elsässer die übrigen Franzosen "Karnickel", weil diese 1940 beim Angriff der Nazis wie nämliche Nagetiere davongerannt seien.
  4. Blutch: Der kleine Christian, Reprodukt 2009

  5. Und der Kalenderspruch des Monats: Grausamkeit gegenüber Miezekätzchen ist das sicherste Anzeichen psychopathischer Verderbtheit.
  6. Millionaire: Billy Hazelnuts, Fantagraphics 2005

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Dienstag, 7. April 2009
Was ich diesen Monat aus Comics gelernt habe
(März 2009)
  1. Ein geöffnetes Päckchen unverschnittenen Heroins, aus kurzer Entfernung ins Gesicht geschleudert, setzt einen bewaffneten Angreifer in Sekundenbruchteilen außer Gefecht.
  2. Brubaker/Phillips: Criminal [Vol. 1] – Coward, Icon/Marvel 2007

  3. Wurden den Opfern eines Serienmörders Gesäßbacken, Leber, Wangen und/oder Zunge entfernt, so handelt es sich beim Täter mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Kannibalen.
  4. Ōtsuka/Tajima: MPD – Psycho [Vol. 1], Dark Horse 2007

  5. Harold Ross, der 1925 mit "The New Yorker" das wohl bekannteste Magazin für Literatur und literarischen Journalismus gründete, war berüchtigt für seine Unbelesenheit. So brüllte er einmal beim Redigieren eines Artikels in die Redaktion:
    "Moby Dick – der Mann oder der Wal?"
  6. Seth: It's a Good Life If You Don't Weaken, Drawn & Quarterly 1996

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Sonntag, 28. Dezember 2008
Was ich diesen Monat aus Comics gelernt habe
(Dezember 2008)

Ja, treue Freunde dieser Rubrik, Ihr musstet lange dürsten, weil ich im November leider absolut gar nichts aus Comics gelernt habe.

Dafür gibt’s im Dezember nun den Doppelwhopper.

Enjoy!
  1. Ein "Sawyer" ist im Jargon der Mississippi-Schiffer ein Baumstamm, der von der Strömung unter Wasser gehalten wird, aber unerwartet an die Oberfläche schnellen und ein Schiff schwer beschädigen kann.
  2. Rosa: Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden, Ehapa/Egmont 1992–1994/2008

  3. Ein kalifornisches Schürfgesetz (das so genannte "apex law") aus dem Goldrauschjahr 1849 sprach die Besitzrechte an einer Metallader jener Person zu, auf deren Grundstück die Ader der Erdoberfläche am nächsten kam – egal, in welcher Breite sie dort verlief.
  4. Rosa: Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden, Ehapa/Egmont 1992–1994/2008

  5. Der Name des römischen Horror-Kaisers Caligula bedeutet "kleine Stiefel".
  6. Wagner/Locke: A History of Violence, Vertigo/DC 1997

  7. Die ersten nicht-indianischen Bewohner von Feuerland waren größtenteils Sträflinge aus Chile und Argentinien.
  8. Willingham/Buckingham: Fables [Vol. 11]: War and Pieces, Vertigo/DC 2008

  9. Beim New Yorker "Mulchfest" entsorgen die Einwohner ihre alten Weihnachtsbäume.
  10. Vaughan/Harris: Ex Machina [Vol. 7]: Ex Cathedra, Wildstorm/DC 2008

  11. Als Vater der Urknalltheorie gilt der katholische Priester Georges Lemaître (1894–1966).
  12. Vaughan/Harris: Ex Machina [Vol. 7]: Ex Cathedra, Wildstorm/DC 2008

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Sonntag, 2. November 2008
Was ich diesen Monat aus Comics gelernt habe
(Oktober 2008)
  1. Eine fürsorgliche Privat-Gottheit ganz für sich allein zu haben, macht nur Spaß, bis man in die Pubertät kommt.
  2. Carey, Liew u. a.: My Faith in Frankie, Vertigo/DC 2004

  3. Anfang des 18. Jahrhunderts erließ der französische Gouverneur der Insel Bourbon (heute: La Réunion) eine Amnestie für läuterungswillige Piraten. Viele blieben daraufhin als Siedler auf der Insel.
  4. Apollo/Trondheim: Insel Bourbon 1730, Reprodukt 2008

  5. Und gleich noch mal Insel Bourbon, 18. Jahrhundert: Nach dem ersten Fluchtversuch wurden wieder eingefangenen Sklaven die Ohren abgeschnitten, nach dem zweiten die Kniesehnen durchtrennt. Nach dem dritten gescheiterten Versuch wurden sie getötet.
  6. Apollo/Trondheim: Insel Bourbon 1730, Reprodukt 2008

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Montag, 29. September 2008
Was ich diesen Monat aus Comics gelernt habe
(September 2008)
  1. Gewaltloser Widerstand funktioniert am besten, wenn man dabei durch mächtige Magie geschützt wird.
  2. Willingham, Buckingham u. a.: Fables [Vol. 10]. The Good Prince, Vertigo/DC 2008

  3. Am 25. Mai 1928 verunglückte das Luftschiff "Italia" auf dem Rückflug vom Nordpol über dem Packeis. Etwa die Hälfte der Crew überlebte und wurde knapp sieben Wochen später von dem sowjetischen Eisbrecher "Krassin" gerettet. (Das vom Ballast befreite Luftschiff erhob sich übrigens kurz nach der Bruchlandung wieder und verschleppte sechs Männer auf Nimmerwiedersehen.)
  4. Towle: Midnight Sun, SLG Publishing 2007

  5. Um als Werbungtreibender die "traditionell schwierige" Zielgruppe der Vier- bis Zwölfjährigen (auch bekannt als "die kleinen Teufel") zu erreichen, sollte man sein Produkt außerhalb der von "Erwachsenen etablierten Machtstrukturen" positionieren.
  6. Cooke: Will Eisner's The Spirit [1], Panini 2008 (Übers.: Gerlinde Althoff)

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Sonntag, 31. August 2008
Was ich diesen Monat aus Comics gelernt habe
(August 2008)
  1. Gefährlicher als die berühmte "Kugel mit deinem Namen" sind die vielen banalen Kugeln, auf denen einfach steht: "An alle, die's angeht".
  2. Rucka/Rolston: Queen & Country [Vol. 1]. Operation: Broken Ground, Oni Press 2002

  3. Richtet ein wenige Meter entfernt stehender Angreifer eine Handfeuerwaffe auf dich, renne sofort auf ihn zu! Dies verblüfft den Gegner, so dass es leichter fällt, ihn zu entwaffnen. (Eine mehrjährige SIS-Ausbildung ist dabei sehr hilfreich.)
  4. Rucka/Rolston: Queen & Country [Vol. 1]. Operation: Broken Ground, Oni Press 2002

  5. Und zu guter Letzt noch etwas aus dem Bereich "Emotion & Partnerschaft": Um deine/deinen Ex zu verletzen, kreuzt du vielleicht "rein zufällig" in einem von ihr/ihm frequentierten Restaurant auf und turtelst dabei mit deiner/deinem Neuen. Dies ist eine ausgesprochen dumme Idee, wenn die/der Ex in diesem Restaurant arbeitet.
    Du siehst nicht, was in der Küche passiert.
  6. Robinson: Tricked , Top Shelf Productions 2005

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Mittwoch, 30. Juli 2008
Was ich diesen Monat aus Comics gelernt habe
(Juli 2008)
  1. Wenn man japanischen wilden Rettich sorgfältig schält, schmeckt er fast süß. Schlecht geschälter wilder Rettich schmeckt bitter.
    Azuma: Der Ausreißer, Shodoku/Schreiber & Leser 2007

  2. Angelsächsische Kinderbuchklassiker wie Roald Dahls "James und der Riesenpfirsich" können einer erregenden sexuellen Interpretation unterzogen werden.
    Bechdel: Fun Home. A Family Tragicomic, Houghton Mifflin 2006

  3. Bei der Mund-zu-Mund-Beatmung einer Rennmaus mit Herzstillstand empfiehlt es sich, nicht zu stark zu pusten.
    Oliver, Moore u. a.: The Exterminators [3]: Lies of Our Fathers, Vertigo/DC 2007

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Montag, 30. Juni 2008
Was ich diesen Monat aus Comics gelernt habe
(Juni 2008)
  1. Krollebitches war André Franquins Bezeichnung für all die Sternchen, Tröpfchen, Gewitterwölkchen usw., die in Comics oft in Kopfnähe der Figuren auftauchen und Schmerz, Erstaunen, Ärger usw. symbolisieren. Zur Wortherkunft: Unter krollebitches versteht man in Franquins Heimatstadt Brüssel kleine Löckchen.
    Trondheim/Garciá: Bande dessinée. Apprende et comprende, Delcourt 2006

  2. Bevor man Bekannten zur tollen Urlaubsbräune gratuliert, sollte man sichergehen, dass sie nicht an Nebennierenrinden-Insuffizienz leiden. Diese schwere Krankheit löst eine Überproduktion des Hormons ACTH aus, was wiederum zu einer dunkleren Hautfarbe führt.
    Trondheim: Les petits riens de Lewis Trondheim [1]: La malédiction du parapluie, Shampooing/Delcourt 2006

  3. Die Amerikanische Großschabe (periplaneta americana), ungeliebter Gast vieler US-Haushalte, gelangte erst mit den Sklavenschiffen aus Afrika nach Amerika.
    Oliver/Moore: Exterminators [1]: Käferkiller, Panini 2008

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